Es ist Montag. Draußen sind es ungemütliche 4 Grad, es nieselt, und es ist noch dunkel. Die geplante Abfahrtszeit war 07:50 Uhr. Als ob ich jemals um 07:50 Uhr losfahren würde. Ein Blick auf die Uhr verrät: Es ist 08:02 Uhr. Der Morgen war bis hierhin schon ein einziges „Schnell, schnell!“, ein Auf und Ab zwischen „Wo ist mein zweiter Schuh?“ und „Nein, du kannst heute nicht im Spider-Man-Kostüm in die Kita!“. Wobei, warum eigentlich nicht?
[…] Der Fahrer vor mir scheint heute zum ersten Mal ein Kraftfahrzeug zu bedienen, und zwar ohne Führerschein und wahrscheinlich mit verbundenen Augen als zusätzliche Herausforderung. Er bremst ohne erkennbaren Grund und beschleunigt auf rote Ampeln zu, als müsste man sie nur schnell genug erschrecken, damit sie auf Grün wechseln. Spoiler: Geklappt hat es nicht.
Und genau in diesem Moment, in dem ich eigentlich Fokus bräuchte, wacht ein kleiner, nicht unwichtiger Freund auf. Mein innerer Hamster. Nennen wir ihn Herbert. Herbert ist leider kein niedliches, flauschiges Haustier, das zufrieden im Rad läuft und sein Leben genießt.
Nein, Herbert ist ein bürokratischer Katastrophen-Manager mit Klemmbrett, Trillerpfeife und einem unerschöpflichen Vorrat an Worst-Case-Szenarien. Und was fast noch schlimmer ist: Er verfügt über ein riesiges Archiv an völlig unnützem Wissen. Er liebt es, wenn es ruhig ist, denn dann kann er am lautesten quieken.
„Wusstest du eigentlich, dass auf Parkplätzen von Einkaufszentren in Deutschland formal gar kein ‚rechts vor links‘ gilt, sondern das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme?“
Was zur Hölle, Gehirn?
Wie es weitergeht und wie Herbert lernt, wann Sendepause ist? Die komplette Einleitung und das erste Kapitel mit dem 5-Minuten-Hamsterstopp gibt’s als PDF.
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